Wie groß muss meine Solaranlage sein? Die Tabelle nach Verbrauch
Die häufigste Frage, die wir bekommen – und zu Recht, denn die Größe bestimmt deine Rate. Hier ist die Tabelle, mit der wir rechnen, und davor die zwei Dinge, die du wissen musst, damit du sie richtig liest.
Die Größe richtet sich nach dem Verbrauch – nicht nach dem Dach
Das leuchtet jedem ein: Ein Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden braucht keine so große Anlage wie einer mit 10.000. Trotzdem legen viele Anbieter die Anlage nach dem Dach aus – so viele Module, wie draufpassen. Das ist bequem für den Anbieter und teuer für dich. Wir rechnen andersherum: Erst dein Verbrauch, dann die Größe, dann das Dach.
Zwei Dinge, die du wissen musst, bevor du in die Tabelle schaust
Erstens: Wir sind in Deutschland – mit viel diffusem Licht und dunklen Übergangsjahreszeiten. Hamburg hat im September noch 139 Sonnenstunden, im Dezember 31 – eine am Tag; weiter südlich sieht es nicht grundsätzlich anders aus. Wie unabhängig du wirst, entscheidet sich nicht im Juli mit 216 Sonnenstunden, sondern im November, Dezember und Januar.
Zweitens: Wir legen ein Modell zugrunde. Die Anlage wird so berechnet, dass du finanziell autark bist – also in einem guten Sonnenjahr auf 0 Euro Stromkosten kommst und nur noch die Rate zahlst. Daraus ergibt sich exakt, wie groß die Anlage bei welchem Verbrauch sein muss. Das geht nur zusammen mit den anderen Voraussetzungen: Speicher mit hoher Ladeleistung, dynamischer Tarif, Steuerung, lange Garantien.
Warum die Sonne in drei Stufen arbeitet
- Stufe 1: Dein aktueller Eigenverbrauch wird gedeckt.
- Stufe 2: Erst dann füllt sich der Speicher.
- Stufe 3: Erst wenn der Speicher voll ist, wird eingespeist – und dafür gibt es Vergütung.
Je schneller dein Speicher voll wird, desto früher kommst du in Stufe 3 und desto mehr Einspeisevergütung bekommst du. Stell dir einen Speicher vor, der eine volle Sonnenstunde braucht: Der würde auch im Dezember täglich voll. Einer, der acht Stunden braucht, wird es im Winter nie. Mit so einem Speicher ist ein finanzielles Autarkiemodell kaum möglich – egal wie groß die Anlage ist.
Der Zenit der Wirtschaftlichkeit
Baust du die Anlage zu klein, wird die Stromrechnung zu hoch: zu wenig Einspeisevergütung im Sommer, zu viel Zukauf im Winter – und mit Pech kaufst du häufiger zu, als der Preis bei 0 Cent liegt. Baust du sie zu groß, wird nur eines größer: deine Rate. Ohne dass du spürbar mehr davon hast. Es gibt einen Punkt, ab dem die Anlage nur noch teurer wird, ohne besser zu werden. Genau auf diesen Punkt rechnen wir.
Die Tabelle: Verbrauch, Module, Dachleistung
- 5.000 kWh im Jahr – 18 Module – 8,28 kWp
- 5.500 kWh – 20 Module – 9,20 kWp
- 6.000 kWh – 22 Module – 10,12 kWp
- 6.500 kWh – 24 Module – 11,04 kWp
- 7.000 kWh – 26 Module – 11,96 kWp
- 7.500 kWh – 28 Module – 12,88 kWp
- 8.000 kWh – 30 Module – 13,80 kWp
- 9.000 kWh – 34 Module – 15,64 kWp
- 10.000 kWh – 38 Module – 17,48 kWp
Die Faustregel dahinter: Je 500 Kilowattstunden mehr Jahresverbrauch kommen zwei Module und 0,92 Kilowatt Peak dazu – gerechnet mit 460 Watt pro Modul. Jede Zeile ist so ausgelegt, dass der Haushalt sein individuelles Autarkie-Maximum erreicht.
Die Speichergröße steht bewusst nicht in der Tabelle. Sie wird individuell bestimmt – nach deinem Abendverbrauch, nicht nach deinem Dach. Und dabei geht es, wie im Speicher-Check erklärt, weniger um die Kapazität als um die Ladeleistung.
„Der andere Anbieter hat mir viel mehr Module angeboten“
Dann frag, wofür. Wenn du keine Wärmepumpe und kein E-Auto planst, ist jedes Modul über dem Zenit reine Rate ohne Gegenwert. Und wenn dir jemand deutlich weniger anbietet, frag, wie er den Winter rechnet. Zwei Anlagen von zwei Anbietern können nach einem Jahr Ergebnisse liefern, die so weit auseinanderliegen, dass man es kaum glaubt – nicht wegen der Modulzahl, sondern wegen der Komponenten dahinter.
Was du jetzt tun kannst
Nimm deinen Jahresverbrauch von der letzten Abrechnung und such deine Zeile. Das ist deine Größenordnung. Ob dein Dach sie hergibt, welche Flächen wie belegt werden und welcher Speicher dazu passt, klären wir in der Beratung online – und prüfen es bei der technischen Planung bei dir zuhause.
