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Kosten & Finanzierung6 Min. Lesezeit

Was kostet eine Solaranlage 2026? Die falsche Frage – und die richtige.

15.000 Euro, sagt der eine Anbieter. 30.000, sagt der andere. Beide haben recht, und beide sagen dir nicht das Entscheidende. Hier sind die zwei Wege zur eigenen Anlage, ehrlich durchgerechnet – und der Test, welcher zu dir passt.

Von den Leuten, die montieren · SunSpace Solar, Bremen

Fang nicht beim Preis an. Fang bei deiner Rechnung an.

Ein Beispielhaushalt: 6.000 Kilowattstunden im Jahr, rund 40 Cent pro Kilowattstunde, 200 Euro Abschlag im Monat. Über 25 Jahre sind das 60.000 Euro – ohne eine einzige Preiserhöhung. Rechnet man nur zwei Prozent Steigerung pro Jahr ein, was historisch vorsichtig ist, sind es rund 77.000 Euro.

Das ist die Zahl, gegen die jede Solaranlage antritt. Nicht der Kaufpreis. Nicht die Amortisationsdauer. Sondern: Was zahlst du in 25 Jahren ohne Anlage – und was mit?

Weg 1: Das Amortisationsmodell – einmal zahlen, schnell im Plus

Du kaufst eine Anlage, so günstig wie möglich, und willst nach wenigen Jahren im Plus sein. Für unseren Haushalt: eine 10-kWp-Anlage für 15.000 bis 20.000 Euro, dazu ein einfacher Speicher.

Was du bekommst: 60 bis 70 Prozent Autarkie. Der Rest – rund 80 Euro Reststromkosten im Monat – kommt weiter vom Versorger, und zwar zu dessen Preis, mit dessen Erhöhungen. Speicher und Wechselrichter der günstigen Klasse müssen oft nach etwa zehn Jahren ersetzt werden.

Die ehrliche Rechnung über 25 Jahre: 15.000 Euro Anlage plus 80 Euro Reststrom im Monat mal 300 Monate sind 39.000 Euro. Gegenüber 60.000 Euro sparst du 21.000 Euro – rund 31.000 Euro, wenn der Strompreis weiter steigt. Davon gehen die Ersatzkomponenten ab.

Für wen das richtig ist: Du hast 15.000 bis 20.000 Euro frei, willst keine Finanzierung, und dich stört nicht, dass 40 Prozent deines Stroms weiter vom Versorger kommen.

Der Fehler, der dich mehr kostet als alles andere

Jetzt der Punkt, an dem es teuer wird. Die beiden Modelle sind zwei verschiedene Anlagentypen mit verschiedenen Voraussetzungen. Wer sie verwechselt, zahlt drauf. Der häufigste Fall: Jemand nimmt die 15.000-Euro-Anlage aus dem Online-Angebot – und finanziert sie, weil das Geld eben nicht da ist.

  • Finanziert wird über zehn Jahre, weil die Komponenten nicht länger garantiert sind: rund 160 Euro Rate im Monat.
  • Dazu kommen die 80 Euro Reststrom, weil die Anlage nur 60 bis 70 Prozent deckt: 240 Euro im Monat – 40 Euro mehr als vorher.
  • Nach zehn Jahren sind Speicher und Wechselrichter am Ende: noch einmal rund 5.000 Euro, und der Reststrom bleibt.
Eine billige Anlage bar gekauft ist ein solides Amortisationsmodell. Dieselbe Anlage finanziert ist die teuerste Variante von allen – da kannst du gleich beim Stromanbieter bleiben.

Deshalb gilt: Entweder du hast das Geld, dann ist eine günstige Anlage in Ordnung. Oder du hast es nicht – dann brauchst du eine Anlage, die 25 Jahre garantiert hält und dich auf 100 Prozent finanzielle Autarkie bringt, damit die Rate deine Stromrechnung wirklich ersetzt. Woran du eine solche Anlage erkennst, steht unten im Test.

Weg 2: Das finanzielle Autarkiemodell – Rate statt Rechnung

Du kaufst nichts vorab. Du bekommst ein System, das auf deinen Verbrauch ausgelegt ist – größere Anlage, schneller Speicher, dynamischer Tarif, Energy Pilot –, finanziert über 25 Jahre, für unseren Haushalt rund 30.000 Euro. Die Rate: etwa 160 Euro im Monat.

Was du bekommst: 100 Prozent finanzielle Autarkie – deine Rate ersetzt deine Stromrechnung. Sie wird gegen deinen heutigen Abschlag gerechnet und liegt darunter, sonst bauen wir nicht.

Die ehrliche Rechnung über 25 Jahre: 160 Euro mal 300 Monate sind 48.000 Euro – inklusive Finanzierung, inklusive Komponenten, die auf 25 Jahre ausgelegt sind. Gegenüber 60.000 Euro sind das 12.000 Euro weniger. Gegenüber den realistischen 77.000 Euro mit Preissteigerung sind es 29.000 Euro – denn die Rate steigt nicht mit.

Und dann gehört die Anlage dir. Für wen das richtig ist: Du willst kein Kapital binden, du willst eine Zahl, die 25 Jahre gleich bleibt, und du willst nicht mehr wissen müssen, was der Strom nächstes Jahr kostet.

Der Test aus zwei Fragen

  • 1. Hast du 15.000 Euro frei, die du in dein Haus investieren willst – ohne dass es woanders fehlt? Nein → Autarkiemodell. Ja → Frage 2.
  • 2. Wie unabhängig willst du vom Stromanbieter sein? „Mir reichen 60 Prozent, Hauptsache schnell im Plus“ → Amortisationsmodell. „Ich will die Rechnung loswerden“ → Autarkiemodell.

Kein Modell ist falsch. Falsch ist nur, eine 15.000-Euro-Anlage mit einer 30.000-Euro-Anlage zu vergleichen, als wären sie dasselbe Produkt. Sind sie nicht – so wenig wie ein Kleinwagen und ein Kombi.

„Über 25 Jahre zahle ich beim Autarkiemodell mehr als beim Kauf“

Stimmt, wenn du das Kapital hast und es 25 Jahre nicht brauchst. Die meisten haben es nicht – oder brauchen es für Dach, Heizung, Kinder. Und der Vergleich hinkt an einer Stelle: Der Käufer zahlt in den 25 Jahren weiter 40 Prozent seines Stroms zu steigenden Preisen und ersetzt zwischendurch Speicher und Wechselrichter. Der Ratenzahler zahlt 160 Euro. Im ersten Jahr und im fünfundzwanzigsten.

Was du jetzt tun kannst

Nimm deine letzte Stromrechnung, rechne den Monatsabschlag mal 300. Das ist deine Zahl. Dann sind es zehn Minuten am Telefon, um zu prüfen, welcher Weg bei deinem Verbrauch und deinem Dach überhaupt möglich ist – Beratung online, technische Planung bei dir zuhause.

Deine Zahl statt Beispielzahl

Welcher Weg bei dir möglich ist, klären wir in zehn Minuten.

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