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Kosten & Finanzierung5 Min. Lesezeit

Herstellergarantie oder Serviceabsicherung – was im Garantiefall wirklich passiert

„25 Jahre Garantie“ steht in jedem Angebot. Was selten dabeisteht: was am Tag passiert, an dem du sie brauchst. Da gibt es zwei völlig verschiedene Antworten – und bei 25 Jahren Laufzeit ist der Unterschied kein Kleingedrucktes, sondern Geld.

Von den Leuten, die montieren · SunSpace Solar, Bremen

Variante 1: Die weitergereichte Herstellergarantie

So läuft es bei den meisten Anbietern: Sie reichen dir die Garantien der Hersteller weiter. Module 25 oder 30 Jahre, Speicher 10 oder 15, Wechselrichter 10. Je länger, desto besser, mehr wird dazu nicht gesagt. Was im Garantiefall passiert, steht nicht im Angebot – also hier:

  • Du stellst fest, dass ein Modul, der Speicher oder der Wechselrichter nicht mehr tut, was er soll. Falls du es überhaupt feststellst – dazu gleich mehr.
  • Du meldest dich beim Hersteller. Nicht beim Anbieter, der dir die Anlage verkauft hat – beim Hersteller, wo auch immer der sitzt, in welcher Sprache auch immer der Support antwortet.
  • Der Hersteller prüft, ob es ein Garantiefall ist, und schickt dir ein Austauschteil zu. Per Paket. Vor die Haustür.
  • Und dann? Das Modul liegt im Karton, das defekte ist auf dem Dach. Gerüst, Dachdecker, Elektriker, Abbau, Einbau, Entsorgung – das ist dein Aufwand und deine Rechnung. Bei einem Speicher im Keller genauso.
Eine Herstellergarantie ersetzt dir ein Bauteil. Sie ersetzt dir nicht den Tag, an dem jemand aufs Dach muss.

Variante 2: Die Serviceabsicherung

Die Serviceabsicherung ist etwas anderes. Hier übernimmt der Anbieter, der dir die Anlage gebaut hat, den gesamten Fall: Meldung, Diagnose, Abwicklung mit dem Hersteller, Austauschteil, Gerüst, Montage, Entsorgung. Du hast einen Ansprechpartner, und der ist derselbe wie beim Bau. Bei einem finanziellen Autarkiemodell, das auf 25 Jahre läuft, ist das nicht Komfort. Es ist die Voraussetzung dafür, dass deine Rate 25 Jahre lang die einzige Zahl bleibt.

Der Teil, der vor der Garantie kommt: Merkst du es überhaupt?

Früher musste eine Anlage regelmäßig durchgemessen werden, am besten von dem, der sie gebaut hat. Heute geht das per Fernüberwachung. Wenn irgendwann in Jahr zwölf ein kleiner Kurzschluss auf dem Dach ein Modul stört, schaltet der Wechselrichter es ab – sonst ginge bei dir das Licht aus. Du bekommst eine Push-Nachricht auf dem Handy, dass etwas nicht stimmt. Und dieselbe Nachricht bekommt der Anbieter, der proaktiv einen Techniker schicken kann.

Ohne Fernüberwachung merkst du einen Ertragsverlust von zehn Prozent oft erst an der Jahresabrechnung – zwölf Monate zu spät. Mit Fernüberwachung merkt es das System am selben Tag. Der Energy Pilot überwacht bei uns jede Komponente und meldet Abweichungen, bevor sie Geld kosten.

Die drei Fragen, die den Unterschied zeigen

  • Wen rufe ich im Garantiefall an – euch oder den Hersteller?
  • Wer bezahlt Gerüst, Montage und Entsorgung, wenn ein Modul oder der Speicher getauscht wird?
  • Wer merkt es zuerst, wenn die Anlage weniger liefert – ich an der Abrechnung oder ihr am Monitoring?

Bekommst du auf alle drei eine klare Antwort mit dem Wort „wir“, hast du eine Serviceabsicherung. Bekommst du ein „Da haben Sie ja die Herstellergarantie“, hast du einen Karton vor der Tür.

„Die Hersteller geben doch sowieso 25 Jahre“

Auf die Module, ja – bei Glas-Glas sogar 30. Auf Speicher und Wechselrichter, die teuersten und anfälligsten Teile, gibt es bei den günstigen Modellen 10, manchmal 15 Jahre. Und die Garantie sagt nur, dass du ein Ersatzteil bekommst. Wer es einbaut, steht nirgends. Frag danach, bevor du unterschreibst – nicht in Jahr zwölf.

Was du jetzt tun kannst

Nimm dein Angebot und such die Stelle, an der steht, wer im Garantiefall montiert. Wenn du sie nicht findest, weißt du die Antwort. Im Check erklären wir dir, was unsere Serviceabsicherung abdeckt und was nicht – Beratung online, technische Planung bei dir zuhause.

Ein Ansprechpartner, 25 Jahre

Was unsere Serviceabsicherung abdeckt, erklären wir dir in zehn Minuten – ehrlich, auch was nicht.

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