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Kosten & Finanzierung6 Min. Lesezeit

Solaranlage ohne Eigenkapital: So funktioniert es – und wo der Haken sein könnte

„0 € Anzahlung“ steht auf jeder zweiten Anzeige. Bei den einen ist es eine Miete, bei den anderen eine Finanzierung, bei manchen ein Trick. Hier steht, wie es bei uns funktioniert, worauf du bei jedem Anbieter achten solltest – und für wen es nicht passt.

Von den Leuten, die montieren · SunSpace Solar, Bremen

Was „ohne Eigenkapital“ wirklich bedeutet

Eine Solaranlage kostet Geld – daran ändert kein Werbespruch etwas. Die Frage ist nur, wer es wann bezahlt. Beim Kauf zahlst du alles heute. Bei der Miete zahlst du 20 Jahre an einen Vermieter, dem die Anlage gehört. Bei der Finanzierung zahlst du eine Rate, und die Anlage wird Rate für Rate deine.

Bei uns heißt „ohne Eigenkapital“: kein Kaufpreis, keine Anzahlung, kein Geld, das du heute auf den Tisch legen musst. Du bekommst das komplette System – Anlage, Speicher, dynamischer Tarif, Energy Pilot, Montage, Anmeldung – und zahlst dafür eine monatliche Rate über 25 Jahre. Die Rate wird gegen deinen heutigen Stromabschlag gerechnet. Liegt sie nicht darunter, bauen wir nicht.

Warum das überhaupt aufgeht

Weil du heute schon für Strom zahlst – nur eben an jemanden, der dir dafür nichts überlässt. Ein Haushalt mit 200 Euro Abschlag zahlt in 25 Jahren 60.000 Euro an seinen Versorger, mit Preissteigerung eher 77.000. Dieses Geld fließt sowieso. Die Finanzierung lenkt es um: vom Versorger in eine Anlage, die am Ende dir gehört und deren Rate 25 Jahre gleich bleibt.

Tim aus Rotenburg zahlte 223 Euro Stromabschlag im Monat. Heute zahlt er 148 Euro Systemrate – für eine Anlage, die ihm gehört. „Ich zahle jetzt für meine eigene Stromanlage, anstatt Geld an den Energieversorger.“

Worauf du bei jedem Anbieter achten solltest

  • Wem gehört die Anlage am Ende? Bei Miet-Modellen dem Anbieter – nach 20 Jahren kannst du sie oft kaufen, gegen Aufpreis. Bei einer Finanzierung dir.
  • Was passiert mit der Rate, wenn der Strompreis steigt? Eine Finanzierungsrate bleibt gleich. Bei manchen Miet- und Stromliefer-Modellen steigt der Preis pro Kilowattstunde mit.
  • Ist die Rate gegen deine echte Rechnung gerechnet? Frag nach der Zahl, nicht nach dem Prozent. „Bis zu 80 Prozent sparen“ ist ein Werbesatz. „Deine Rate liegt unter deinem Abschlag“ ist eine Zusage.
  • Wann startet die Rate? Bei uns erst, wenn die Anlage läuft. Wer vorher kassiert, hat kein Interesse, schnell fertig zu werden.
  • Was ist alles drin? Speicher, Tarif, Steuerung, Anmeldung, Gerüst, Zählerschrank – jedes „optional“ im Angebot ist später eine Rechnung.
  • Hält die Anlage so lange wie die Finanzierung? Frag, wie viel Leistung die Module nach 25 Jahren noch garantiert haben und wie viele Jahre Garantie auf dem Speicher stehen – sonst tauschst du Komponenten, während die Rate noch läuft.
  • Herstellergarantie oder Serviceabsicherung? Bei der einen bekommst du im Schadensfall ein Austauschmodul zugeschickt und organisierst die Montage selbst. Bei der anderen tauscht und montiert der Anbieter, der dir die Anlage gebaut hat. Bei 25 Jahren ist das keine Fußnote.

Der Haken – ehrlich

Es gibt drei Punkte, die nicht in die Anzeige passen, aber in dieses Gespräch gehören.

Erstens: Eine Finanzierung ist eine Finanzierung. Es gibt eine Bonitätsprüfung, wie bei jedem Autokredit. Wir klären das vorab im Gespräch, nicht erst nach der Planung. Zweitens: Über 25 Jahre gerechnet zahlst du mit Finanzierung mehr als beim Barkauf – dafür bindest du kein Kapital und deine Rate steigt nicht mit dem Strompreis. Drittens: Es passt nicht für jeden. Wenn dein Abschlag sehr niedrig ist oder dein Dach sehr klein, kann die Rate nicht unter deiner Rechnung liegen. Dann sagen wir das.

„Ich bin skeptisch, das klingt zu gut“

Das war Axel aus Hörstel auch. Sein Haus ist über 60 Jahre alt, seine Frau und er waren nicht sicher, ob sich das in ihrem Alter noch lohnt. Heute zahlt er 179 Euro Systemrate statt 248 Euro Stromabschlag. Skepsis ist kein Hindernis, sie ist der richtige Ausgangspunkt – sie zwingt uns, die Zahlen vorzurechnen statt zu versprechen.

Was du jetzt tun kannst

Nimm deinen aktuellen Monatsabschlag. Das ist die Zahl, gegen die wir rechnen. Zehn Minuten am Telefon reichen, um zu sehen, ob es bei dir aufgeht – danach Beratung online per Video und technische Planung bei dir zuhause. Deine Rate startet erst, wenn die Anlage läuft.

Deine Zahl statt Werbespruch

Geht es bei dir auf? Zehn Minuten am Telefon reichen.

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